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Abraham,
Vater des Glaubens:
Abraham
hatte sein Land verlassen
Er
folgte der Verheissung in ein unbekanntes von Gott gelobtes
Land
Wien
1999, jetzt in Peuerbach
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Glaube
als Aufbruch
Das
verheissene und gelobte Land
Wirklicher
Glaube ist immer ein Weg, ein Aufbruch.
Abraham lebte wohlhabend und gesichert in seinem Land.
Mit dem Ruf Gottes war er gefragt, seine bisherigen Sicherheiten
aufzugeben.
Er sollte sich auf ein Abenteuer einlassen: Aufbrechen, ohne zu
wissen, wohin es geht.
Allein das Vertrauen in Gott, dass er nur Gutes für ihn wolle,
das genügte ihm.
So ist er zum Vater des Glaubens geworden.
Ein
Glaube ohne Veränderung ist leer
Jeder Glaube, der meint,
es könne immer alles beim Alten bleiben, stirbt ab.
Gott lädt den Menschen immer auf einen Weg ein.
Der lebendige Glaube fordert die menschliche Persönlichkeit
zur Reifung heraus.
Glaubenden bleibt das Dunkel nciht erspart.
Ihr Leben ist äußerlich nicht glücklicher als das
der Nichtglaubenden.
Glaubenden werden oft viele Herausforderungen vom Schicksal zugemutet,
sie werden auch darunter leiden müssen,
aber nciht endgültig daran zerbrichen!
Der Weg des/der Glaubenden ist sicher nicht einfacher,
bestimmt aber um vieles reicher und intensiver.
Glaube
und Geborgenheit
Bei
Gott bin ich geborgen, bin still wie ein Kind
Warum sich der Glaube nie messen lässt
Sandl 2003, jetzt
in Peuerbach
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Geborgenheit
in Gott
Geborgenheitsentwicklung
des Menschen
Der Anfang aller menschlcihen
Geborgenheit ist leiblich erfahren im Schoß der Mutter.
Mit der Geburt beginnt diese Geborgenheit zu reifen, indem sie ein
seelisches Empfinden wird.
Auch ohne direkte Gegenwart weiß das Kind um die Liebe der
Mutter.
Wo dies genügend erfahren wird, wächst Geborgenheit in
sich selbst - Selbstvertrauen.
Immer mehr entwickelt sich dieses Gefühl, ohne unmittelbar
leiblich, irdisch bestätigt zu werden.
In Liebe und Partnerschaft der Erwachsenen wird die Entwicklung
noch einmal durchlaufen:
Zunächst ist es ein überwältigendes Gefühl:
Liebende wollen sich nicht gerne trennen.
Wieder wird es zu einer Geborgenheit, die auch getrennte Wege zulässt,
eine reife Liebe braucht immer weniger Beweise und Bestätigung,
man spürt sie.
In diesem Raum von Geborgenheit, kann der Mensch sich öffnen
für Gott:
Gott, den er nie leiblich erfährt, kann zur seelischen Erfahrung
werden.
Es gehört zur höheren Entwicklung und Reife, die Menschen
möglich ist,
mit dem Unsichtbaren und dennoch Anwesenden eins zu sein.
Unser
Glaube: Verbundenheit lässt sich nicht
messen
Müsste jemand die
Verbundenheit von Menschen messen, es wäre nicht möglich.
Nur Abhängigkeiten sind dem
menschlichen Erkennen offensichtlich.
Mit welcher Tiefe aber Menschen einander berühren, das lässt
sich nur vage beschreiben
und dort muss man zweifeln, ob das Gesagte so verstanden wird, wie
man es empfindet.
Ein Mensch, der nie Geborgenheit erfahren hat,
dem wird sie zum eigenen Schutz meistens auch nicht fehlen.
Eher lächerlich wird er das ihn unbegreifliche Spiel zwischen
Liebenden kommentieren
und dabei abwerten, was er gar nicht kennt.
Ähnlich müssen wir es uns mit dem Glauben vorstellen:
Wer nie geglaubt hat, weiß nciht, was ihm/ihr fehlt.
Wie Geborgenheitsunerfahrene witzeln daher oft Ungläubige über
Glaubende.
Die
Ahnung in der Besinnung:
Menschliches
Leben lädt zum tieferen Nachdenken ein:
Anfänge des Glaubens über die Fragen des Lebens
Maria Ebene 2004,
im Privatbesitz seit 2005
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Die
Ahnung in der Besinnung:
Menschliches
Leben lädt zum tieferen Nachdenken ein
Das Leben wirft viele
Fragen auf, die Menschen nachdenklich machen:
Es sind diese 3 großen Fragen:
- Woher komme ich?
- Wer bin ich?
- Wohin gehe ich?
Gerade
offen gebliebene Fragen führen zu Gott!
Es fällt meistens
schwer, wirklich alle Fragen ausreichend zu beantworten.
Man findet Antworten und verwirft sie wieder. Jeder Mensch ist irgendwie
der Philosph seines Lebens.
Wenn jemand auch sagt: Denke nicht zuviel nach - zerstreue dich!
Auch dann ist es Philosphie, weil dieser Grundgedanke sein Leben
leitet.
Doch nicht immer tragen solche Gedanken durch das gesamte Leben.
Alle Zerstreuung ist vergänglich, Menschen leiden, sterben
und scheitern,
manche mit einem Anteil von Schuld, andere aus reinem Schicksal.
Warum?
Gerade die offen gebliebenen
Fragen führen oft ganz tief zu Gott!
Denn nur scheinbar ist alles Wissen um Gott!
In Wirklichkeit gibt es nur die berechtigte Ahnung aus einer inneren
Gewissheit.
Das aber ist bereits der Weg des Glaubens
Hilfe
in der Not
Gott
hat zu keiner Zeit alle Not der Menschen beseitigt.
Gott hat aber den Glaubenden in keiner Not verlassen!
Maria Ebene 2004,
im Besprechungszimmer vom Pfarrhof Gmunden Ort
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Hilfe
in der Not
Gott
hat zu keiner Zeit alle Not der Menschen beseitigt.
Not lehrt beten,
das stimmt teilweise, weil in Not Menschen bei Gott Hilfe suchen.
Gott braucht aber keine pädagogischen Druckmittel, um uns Glauben
zu lehren,
weil er Liebe sucht und nicht Abhängigkeit aus Angst vor Strafe.
Viele Menschen
sind aus erhaltener Hilfe auf dem Weg ihres Glaubens vorangeschritten.
Viele tun sich schwer, den Weg des Glaubens zu gehen, weil Gott
nicht alle Not beseitigt, wie man wünschen würde.
Gott
hat aber den Glaubenden in keiner Not verlassen!
Gott schweigt in den
großen Situationen des Leidens der Menschen.
Wenn Gott dazu schweigt, wird es wohl seine Gründe geben, dass
es gut so ist.
Warum sind dann aber wir Menschen so rasch mit erklärenden
Worten zur Stelle,
mit denen wir Gottes Handeln und Nichthandeln im Leid der Menschen
erklären wollen?
Wir können Menschen nciht verbieten, darüber zu reden.
Wir sollen uns aber wenig darüber aufregen, weil sie meist
nur etwas über sich selber sagen.
Nur eines ist bei allem
gewiss:
Gott verlässt den Glaubenden nicht in seiner Not!
Gott,
im menschlichen
Sehnen:
Meine
Seele dürstet nach dir mein Gott!
Wann darf ich kommen und dein Antlitz schauen?
Maria
Ebene 2004, in Privatbesitz
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Gott,
im menschlichen
Sehnen:
Meine
Seele dürstet nach dir mein Gott!
Menschliche
Sehnsucht und Liebe
Wenn ein Mensch sich
nach der Nähe des anderen sehnt, dann ist das der Beginn von
Liebe.
Gott hat diese Kraft in uns gelegt, damit sie uns dorthin leitet,
wo das Herz Erfüllung findet.
Sehnen ist aber mehr als Begehren: Begehren ist der Wunsch des Leibes,
Sehnen der der Seele.
Die
Sehnsucht als unmittelbarer Weg zu Gott
Ein Mensch, der Sehnsucht
nach Gott in sich verspürt, ist dem Unnahbaren bereits nahe.
Jede Sehnsucht erzeugt ein sanftes Leiden, weil die erwünschte
Gemeinschaft noch nicht vollendet ist.
Die Sehnsucht nach Gott ist jedoch der biblisch aufgezeigt Weg,
sich dem Ewigen zu nahmen.
Wer sich nach Gott sehnt, kann sich gewiss sein, Er/sie wird erhalten,
was sie erstrebt.
Gott lässt sich finden, er sendet seinen Geist denen, die ihn
lieben.
Wer sich nach Gott sehnt,
ist bereits ein/e Liebender/e,
weil er/sie das Wesen der Verborgenheit Gottes akzeptiert hat;
weil er/sie seine Nähe sucht, ohne Beweise zu haben, dass diese
kostbar ist.
Liebe ist nur dort vollkommen Liebe, wo man sich nach jemandem sehnt,
ganz um seiner selbst willen und nicht auf Grund der besonderen
Vorzüge.
Gott
im menschlichen
Leibe
Spiritualität der christlichen Ehe und der Sexualität
Maria Ebene 2004,
jetzt in Priavtbesitz
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Dein
Leib ist Gottes Tempel
Spiritualität der christlichen Ehe und der Sexualität
Ganz sicher gab und gibt
es in der christlichen Spiritualität verzerrte Einstellungen
zum Leib.
Zu oft wurde er als Bedrohung des Geistes bewertet und
alle Sexualität als Folge des Sündenfalls missinterpretiert.
Es ist aber eines mit
Staunen zu betrachten:
Im Sakrament können wir Gott selbst im heiligen Zeichen begegnen.
Im Wasser der Taufe, In Brot und Wein der Eucharistie, usw.
Das kostbarste Zeichen aber wird bei der Ehe eingesetzt: Der Mensch
selbst!
Das Brautpaar spendet einander dieses Sakrament,
als Mann und Frau sich gegenseitig,
in Leib und Seele als eine Einheit.
Die menschliche Liebe
in der gegenseitigen Hingabe aus tiefster Seele,
im tiefst möglichen körperlichen Ausdruck der sexuellen
Vereinigung,
beides ist ja wesensbestimmendes Merkmal der katholischen Ehe,
wird selbst zur Leibe des dreifaltigen Gottes!
Welch befreiende, aber
vielfach unentdeckte Sichtweise!
Vom
Tode bedroht
Die
Schatten in menschlichen Glaubenserfaungen
Maria
Ebene 2004, in Privatbesitz seit 2006
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Wenn
Religion Menschen zerstört
Das
Dilemma der unerlösten Religionsität
Wenn ein Handwerker sein
Handwerknicht richtig versteht, ist es früh zu erkennen.
Er wird bald keine Aufträge mehr haben.
Religiöse Menschen müssen aber auf ihre inneren Wahrnehmungen
vertrauen:
Diese sind nicht so leicht zu überprüfen
und schnell schleicht sich eine zerstörerische Note in sie
hinein.
Glaube ist immer auch ein System, das ganz intensiv im eigenen Denken
verankert ist.
Glaube verändert das Denken im Normalfall auf Hoffnung und
Vertrauen hin.
Wird aber eine unerlöste Reiligiosität nicht erkannt,
dann gestaltet sie das Denken um.
Menschen bringen dann im Namen des Lebens den Tod.
Es ist nicht, wie oft
auch unterstellt, die Religion an sich, die krank macht,
aber Religion lässt sich genauso pervertieren, wie das Gut
der Sexualität.
Wie nicht die sexuelle Leidenschaft grundsätzlich Zerstörung
bringt,
so wäre es auch unseriös, es der Religion zu unterstellen.
Der
unvollkommene Mensch
Größe
und Schwäche des Propheten Elija:
Der Prophet wünscht sich in der Wüste den Tod
Michaelnbach
2003, in Privatbesitz
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Der
unvollkommene Mensch
Größe
und Schwäche des Propheten Elija:
Der Prophet Elija im
Alten Bund hatte im Auftrag Gottes große Wunder getan.
Er hatte mit Gottes Hilfe Regen über das ausgetrocknete Land
kommen lassen.
Er hatte in einem Wettstreit mit den Priestern des Baalskultes den
Glauben an Jahwe gerettet.
Er war aber auch unerlsöt und maßlos, als er die unterlegenen
Baalspriester töten ließ.
Diese Schwäche rächt sich: Er kann seinen Sieg nicht wirklich
erlöst genießen.
Er verfällt in eine tiefe Depression und legt sich unter den
Gisnterstrauch, um zu sterben.
Er bittet Gott um den Tod, den ihm der Herr aber nicht schenkt.
Elija wird nur gestärkt und aufgerichtet, um wieder Kraft zu
finden für seinen Weg.
Sein Ende geht aber gut aus: Er fährt mit dem Feuerwagen zu
Gott in den Himmel hinauf.
Er ist ein Prophet mit
Stärken und Schatten.
Durch die Höhen und Niederlagen hindurch aber findet er seinen
Weg
und am Ende geht alles gut aus.
Der
Prophet wünscht sich in der Wüste den Tod
Die Gefühle des
Menschen sind einem Schwanken unterworfen.
Jeder kann plötzlich in einer depressiven Phase aufwachen
oder für Jahre seines Lebens nicht mehr der/die sein, der/die
er einmal war.
Die Nacht der Seele hat sich über des Leben gelegt.
Ausgetrocknet sind die sonst fließenden Quellen des Lebens.
Es kommt dieVersuchung der Verzweiflung,
man sehnt sich nach besseren Zeiten,
hat aber keine Aussicht, sie zu finden.
Die Sehnsucht geht vorwärts und rückwärts zugleich:
Man ist in der Wüste und wünscht sich den Tod!
Die
Versuchung des depressiven Glaubens
Zurecht besteht für
den depressiven Menschen Hoffnung im Glauben.
Doch Gott wird nicht wie eine versorgende Mutter die unerfüllten
Wünsche stillen.
Er wird auch nicht seine Hand herabwachsen lassen und den/die Verzweifelten/e
tragen.
Es ist auch nciht wirklich der Himmel, den man sich so im Tod ersehnt,
sondern eine Vorstellung von Paradies, das jede Mühe abnimmt
und wie einem Säugling im Mutterbauch alle Bedürfnisse
stillt.
Gott nimmt in den wenigsten
Fällen wie in einem Wunder den Todesschleier vom Leben weg.
Auch die Sakramente der Beichte und Eucharistie sind nicht wie ein
"Antidepressivum" Gottes.
Sie sind aber sehr wohl heilende Mittel, sich dem eigenen Dunkel
zu stellen:
In der Schuld schenken sie Vergebung und Erlösung, die mehr
ist als eine Ausreden von Schuldgefühlen.
In der Eucharistie geben sie Nahrung, sich der düsteren Stimmung
zu stellen
und sie mit Gottes Hilfe zu beheben, wo es möglich ist,
und sie gegebenenfalls zu ertragen, wo nichts anderes übrig
bleibt.
Eines aber darf gewiss
sein:
Depressive können hoffen, sie leben von der Sehnsucht nach
dem Paradies.
Wann man dafür aber reif ist, das weiß allein Gott.
Kein Geschenk kann man sich erzwingen,
bevor es einem nicht aus Liebe gegeben wird.
Gottesmord
- immer wieder:
Die
Tragik, wenn jene, die Gott dienen wollen ihn töten:
Michaelnbach
2003, in Privatbesitz
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Gottesmord
- immer wieder:
Die
Tragik, wenn jene, die Gott dienen wollen ihn töten
Es gibt unzählige
dunkle Zeiten in der Geschichte des Christentums.
Es war äusserst überheblich, in den Juden "Gottesmörder"
zu sehen und sie im Namen Gottes zu verfolgen.
Man hatte vermutlich Christus unzählige Male von Neuem gekreuzigt,
wenn Menschen im Namen des Kreuzes gemordert und geschlachtet wurden.
Aber auch wir in unserer
gegenwärtigen Zeit dürfen uns nicht selbstherrlich über
die Geschichte erheben.
Vermutlich ist keiner davon frei, im Reden und Tun Gott einen Dienst
erweisen zu meinen;
in Wirklichkeit aber dabei Gottes Weg mit den Menschen zu untergraben.
Trauern,
beten und prophetisch dagegen das Wort ergreifen
Wir können vieles
Unheil aus der Geschite nicht mehr verändern oder rückgägnig
machen.
Allein Trauer und Wachsamkeit sind Reaktionen, die wir darauf setzen
können:
Vermutlich beten wir viel zu selten: Herr, lehre uns, deinen Willen
zu tun!
oder: Herr, bewahre uns davor, dass wir uns selbst zum Maß
aller Dinge machen!
Es ist alles eindeutig
und glasklar, wenn wir im Abstand, die Vergangenheit beurteilen.
Es sit aber eine seltene Kunst, in der Gegenwart zu erkennen, wenn
prophetische Worte gefordert sind.
Szenen
aus dem 30-jährigen Krieg
Hinter
der Fahne der Irrlichter der Ideologie
Immer wieder
läuft eine ganze Menge begeistert hinter einer "Fahne"
her, die mit Zielen beschrieben ist, welche sie fanatisch verfolgen,
die aber eine "Leuchte" ins Verderben bedeutet. In der
Prozession folgen sie dem Fahnenträger, ohne Nachdenken gehen
sie mit der Prozession, die von einem Knochengerüst angeführt
wird - dem Tod. Entschlossenen Schrittes gehen sie auf die Flammen
zu. Vor nichts machen sie von ihrer Idee besessen Halt. Der Priester
mit dem Allerheiligsten ist zu Boden getreten, Gott selbst wird
im Hl. Sakrament in den Staub getreten. Die Kirche brennt und verbrennt.
Der Zertretene aber ist umfangen von Gottes Wissen um alles. Aus
dem Staub dringt sein Schrei in die Höhe, über der Michael,
der Erzengel mit dem Feuerschwert schwebt: "Wer ist wie Gott?"
heißt seine Botschaft.
Besessen
von einer gut gemeinten Idee
Menschen
können von einer Idee so besessen sein, dass es nichts anderes
mehr gibt, als diese verwirklicht zu sehen. Sie werden blind und
erkennen nicht einmal, dass sie das Heiligste, sich selbst dabei
der Zerstörung opfern, ohne dabei etwas zu erreichen. Viele
werden mit in den Tod gerissen. Das Tragische am Ganzen ist, dass
sie meinen, einen "guten Kampf" zu kämpfen. Heiliger
Krieg wird es von Selbstmordattentätern genannt. Doch diesen
"heiligen Krieg" findet man nicht allein bei den fernen
islamischen Fundamentalisten, sondern oft im eigenen Ort, in der
eigenen Seele. Was sich in den Medienberichten so offensichtlich
darstellt, ist eine überzeichnete Beschreibung eines Vorganges,
der in mehr oder weniger intensiver Ausprägung ein Muster menschlicher
Seelen darstellt. Es macht nicht einmal Sinn, einen solchen Mechanismus,
beim anderen nur zu entdecken, umso weniger, ihn zu bekämpfen.
Damit wird man als Mitspieler "freiwilliges Opfer". Der
einzige Kampf dagegen, der zum Sieg führt, liegt in der Wachsamkeit
in der eigenen Seele solchen Mustern gegenüber. Besessenheit
kann nur bei sich selber ausgetrieben werden.
Karfeitage
des Glaubensweges
Ende
aller Erklärbarkeit - Unfassbares in unserem Glauben
Michaelnbach
2003 , in Privatbesitz
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Karfreitage
des Glaubensweges
Ende
aller Erklärbarkeit - Unfassbares in unserem Glauben
Es wurde in der Geschichte
der Theologie und der Spiritualität schon sehr vieles über
das Leid gesprochen.
Am Ende bleiben aber alle Worte in dieser Absicht hilflos und unbeholfen.
Wir werden uns viele Fragen für jene Zeit aufheben müssen,
wo wir Gott von Angesicht zu Angesicht gegenüberstehen und
ihn selber fragen können.
Versuche,
das Leid zu denken:
Kontrovers sind die Anworten,
welche Theologen/innen zum Leid gegeben haben:
Es ist tröstlich, wenn Gott mit jedem Leidenden mitleidet.
Aber wird es besser, wenn beide leiden?
Es wird oft gesagt, dass
Leiden Folge der Sündengeschichte der Menschen als Kollektiv
sind.
Aber ist es nicht unbarmherzig, wenn Gott uns etwas tragen lässt,
von dem wir nicht wissen warum und wozu?
Es gibt Erklärungen, aber keine wirkliche Klärung!
Das Leid war der Preis
der Erlösung der Menschen für das Leben bei Gott:
Was ist das für ein Gott, der zur Aufhebung der Strafe so einen
grausamen Preis verlangt?
Ist seine Kränkung so groß gewesen, dass er sie nicht
anders aufzuheben wusste?
Oder ist er so machtlos, dass ein anderer diesen Preis verlangen
konnte?
Alle diese Antworten bleiben rein menschliche Versuche!
Das Leiden Christi am
Kreuz war eine rein menschliche Panne.
Es war nicht Gottes Absicht, seinen Sohn leiden zu lassen.
Erst nachträglich haben die Jünger diese Erklärungen
verwendet, um das Scheitern Jesu zu verkraften.
Auch dieses ist nur ein Erklärungsversuch, nämlich jener
der Gegenwart.
Kann er wirklich alle Fragen lösen? - Vermutlich nicht.
Jesus
gibt selbst keine Erklärung:
Vermutlich bleibt uns
als Antwort nur
diejenige,
dass Jesus selber keine Erklärung abgegeben hatte.
Er ist schlicht diesen Weg gegangen, hat das Leid auf sich genommen,
aber dennoch Zeit seines Lebens so viel Leid wie möglich behoben.
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