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1.
Bildwand:
Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde
Benediktbeuern
1998, in Privatbesitz
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1.
Bildwand:
Am Anfang schuf Gott Himmel und
Erde
Eine Frage, die bleibt, solang es Menschen gibt auf Erden
Wir Menschen erforschen die Erde.
Wir wollen die Anfänge des Lebens ergründen.
Es treibt uns die Frage: Woher kommen wir?
Die Naturwissenschaften
geben uns viele Antworten.
Die letzten Fragen bleiben noch immer offen.
Vielleicht können wir eines Tages lückenlos die Entstehung
der Erde erforschen.
Doch wir brauchen nicht glauben, dass dann ein Ende des Fragens
gekommen wäre.
Die Frage wird sich weiter hinaus verschieben in die unendlichen
Weiten des Alls.
Die alten Fragen werden
immer bleiben:
Woher kommen wir und wohin gehen wir?
Nur die Grenze des Erforschbaren wird sich verschieben.
Unserer Frage einen Namen geben
Menschen haben dieser Frage sehr früh einen Namen gegeben:
Gott
Noch vor aller Naturwissenschaft ist ein Wissen entstanden.
Dieses Wissen folgte einer völlig anderen Methode als unserer
Art, etwas zu wissen.
Die Menschen am Anfang lebten in größerer Einheit mit
der Schöpfung als wir.
Sie kannten unsere Mittel des Umganges mit der Schöpfung noch
nicht.
Wir können die Natur besser beherrschen,
können sie zweifelsfrei besser nützen.
Ob wir sie aber wirklich besser verstehen, das ist noch nicht bewiesen.
Wir wissen noch nicht, wie sich unsere Art des Umgangs mit der Natur
auf Dauer auswirkt.
Die Folgen unserer Lebensweise zeigen sich erst Schritt für
Schritt.
Generationen von Zerstörern
Vermutlich haben wir uns weit von dem entfernt,
was uns die Schöpfung geben will.
Wir sind ausgestiegen aus dem Kreislauf des dankbaren Gebens und
Nehmens.
Wir entreißen der Natur, was wir meinen, zum Leben zu brauchen,
ohne darauf zu achten, was wir dabei alles zerstören.
Wir haben vergessen, dass die Schöpfung ein lebendiges Gegenüber
ist.
Wir sind eingetaucht in ein großes Vergessen,
wir wissen zwar nie vor uns bekannte Details,
verlieren aber den Blick für den größeren Zusammenhang.
Zeitgleich mit dem Auftauchen
der Idee,
dass Gott eine Erfindung der Menschen sein könnte,
haben wir vergessen, dass uns die Schöpfung ein Gegenüber
als Du ist.
Je mehr wir Menschen beginnen, den Schöpfer an den Rand zu
stellen,
umso mehr schlittern wir in die Zerstörung dessen, von dem
wir leben.
Gott
du mein Gott, dich suche ich
Die Antwort wäre
einfach
Es wäre nicht schwer, unsere Probleme zu lösen.
Doch es liegt nicht im Sinn einer kompliziert gewordenen Welt,
ihre Knie zu beugen vor dem Schöpfer.
Es widerstrebt dem selbstbewussten Menschen
mit offenen Fragen zu leben.
Wir müssten sie nur mutig aufgreifen
und demütig in uns mittragen,
die uralte Frage nach Gott.
Respekt vor dem Unbeweisbaren
Wir bräuchten nur ein wenig Respekt,
Respekt vor der Eigenart Gottes,
dass er sich nicht beweisen lässt.
Es braucht nur ein wenig Verzicht,
ihm in die Karten schauen zu wollen.
Wer von uns Menschen will sich bis in den letzten Grund durchschauen
lassen?
Nur wer in dieser seiner Eigenart Gott respektiert,
wird sich ihm nahen können.
Wer sie liebevoll und zärtlich mit sich trägt,
diese nie beantwortbare Frage,
wird seine Gegenwart spüren.
Gott suchen, das genügt
Gott zu suchen ist unsere Aufgabe,
ist der Schlüssel zum Verständnis seiner Schöpfung.
Ihn zu finden ist ein unerreichbares Ziel,
dafür sind wir in unserer irdischen gestalt nicht geschaffen.
Wir stehen dabei aber in einer großen Gemeinschaft:
Abraham, Isaak, Josef, Mose und David,
wie sie alle heißen, die Männer des alten Bundes.
Die Gottsuche hatte sie lebendig gehalten,
hatte sie zu jenen Großen gemacht, die sie waren.
Kleinsein ist nicht schlimm
Es ist nicht schlimm für den Menschen, dass er klein ist angesichts
der Größe der Schöpfung.
Das wirklich tragische ist, wenn er beginnt, darunter zu leiden.
Dann begibt sich der Mensch in die Verzweiflung,
weil er seinen Zustand nicht verändern kann.
Die moderne Variante des Menschen besteht darin,
den Schöpfer selbst zu verleugnen, damit der Unterschied verschwindet.
Dies mag eine Zeit lang recht erfolgreich zu scheinen.
Doch wie lange der Mensch und seine Schöpfung so leben können,
ohne einen größeren Schaden zu erleiden, das müssen
wir erst sehen.
Die Menschen nach uns werden es beurteilen,
dann, wenn unsere Gegenwart längst zur geschichtlichen Epoche
geworden ist.
2.
Bildwand: Erde
Von der Erde bist du genommen
Die Erde lehrt, dass es den Tod nicht
gibt!
Wels 2008, im
Privatbesitz seit 2009
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Von
der Erde bist du genommen
Genommen
von der Erde
Ja es hört sich
an wie ein Kindermärchen,
dass der Mensch von der Erde genommen ist.
Es widerspricht der Größe des Menschen.
Diese alte Schöpfungsgeschichte der Bibel erscheint höchstens
als Mythos,
der naturwissenschaftlich längst überholt ist.
Richtig
erkannt:
Einen Wissenschaftsbericht
in unserem Sinn finden wir im Buch der Bücher nicht.
Aber was ist so schlimm daran, von der Erde genommen zu sein?
Warum mögen wir diese Geste des Hinabwerfens einer Schaufel
Erde am Grab nicht mehr?
Sie ist unschön und zu dramatisch.
Ganz
gewiss:
Diese Geste
zeigt neben den blumenverzierten Särgen den Endzustand des
Menschen an.
Ja, diese Geste ist ein dramatischer Hinweis auf die Sterblichkeit.
Das Weizenkorn muss sterben
Doch
schon die Natur zeigt uns deutlich:
Die Erde
ist nicht unser Grab, wenn wir sie nicht dazu machen.
Die Erde ist fruchtbarer Humus, in deren Schoß sich neues
Leben entwickelt.
Die Natur gibt uns täglich in vielen Vorgängen die Antwort
auf unsere zentralen Fragen:
Woher komme ich und wohin gehe ich?
Die
Erde lehrt uns, dass es den Tod nicht gibt.
Das Weizenkorn fällt
in die Erde und stirbt, um erst so richtig Frucht zu bringen.
Gottes Sohn selbst hat uns diese Deutung geschenkt.
Er hat es im Wort zu uns gesagt und am eigenen Leib erwiesen, dass
es wahr ist.
Zur
Erde kehrst du zurück
Wie schön
wäre es, wenn der Mensch sich wieder mehr betten könnte,
in seine Schöpfung, in der Natur, in der Mutter Erde.
Gott sah, dass alles, was er gemacht hatte, sehr gut war.
Unsere Welt dürstet danach, dass es wieder mehr ausgesprochen
wird,
dieses Wort: Gott hat alles sehr gut gemacht.
Es ist dem Menschen übertragen, dieses Wort zu sprechen,
es besteht im Dank gegenüber dem Schöpfer und Herrn.
Je mehr wir Menschen lernen, Gott zu danken,
umso mehr lernen wir ein neues Denken.
Wir entdecken so einen neuen Blick für unsere Erde,
wir werden sie neu entdecken und aufhören, sie zu zerstören
und zuletzt sogar keine Angst mehr davor haben,
einmal zu ihr zurückkehren zu müssen.
Wir sind ein Teil der Schöpfung
und können in ihr dem Schöpfer nahe sein,
dann erst beginnen wir zu verstehen und zu erkennen:
Es ist wahr: Gott hat alles ehr gut gemacht - sogar den Tod.
3.
Bildwand: Wasser
Das
Element Wasser - Urelement
des Lebens
Die
Tiefe meiner Seele
Wels 2008, im
Privatbesitz seit 2009
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Das
Element Wasser
Wasser
als Urelement des Lebens
Wasser ist der Träger
des Lebens.
Aus dem Wasser hat sich das Leben entwickelt.
Das sind sich Schöpfungsbericht der Bibel und Naturwissenschaft
einmal einig.
Der größere Teil des menschlichen Leibes besteht aus
Wasser.
Wasser ist das Element, das fast überall hineindringen kann,
Wasser ist auch jener Stoff in das hinein sich fast alles auflösen
kann.
Das Wasser hat keine feste Form,
sondern findet diese immer erst in Einheit mit der Umgebung, in
der es auftritt.
Wasser ist so ein Urelement des Lebens und Urbild für das Leben.
Wasser als Bild für Gott
Das Wasser steht so für Gott selbst, der mit allem Leben eine
Verbindung eingehen kann.
Wie der menschliche Leib zum größten Teil aus Wasser
besteht,
so ist in der Schöpfung zum größeren Teil Gott selbst
anwesend.
Es ist verständlich, dass in der Geschichte der Menschen immer
wieder die Idee aufgekommen ist, Gott in den Naturphänomenen
anzubeten.
Wir sind nicht berechtigt, hier respektlos auf unsere Vorfahren
zu blicken:
Sie haben nicht die Substanz Wasser einer Quelle oder eines Flusses
angebetet,
sondern das Geheimnis Gottes selbst, welches dahinter vermutet wurde.
In dieser Vermutung aber lagen sie richtig.
Es ist weniger verwerflich, das Wasser anzubeten,
als es verantwortungslos zu verschmutzen und giftig zu machen.
Die
Tiefe meiner Seele
Der Mensch ist aus Wasser
und ist wie das Wasser
Der Mensch besteht nicht nur aus Wasser,
sondern ist selber oft wie das Wasser.
Auch Menschen gehen oft völlig in ihrer Umgebung auf,
dass sie wie ein Teil von ihr sind.
Auch Menschen nehmen Gegenstände der Welt in sich auf,
dass diese Teil von ihnen selber werden.
Wie sehr hängen wir doch oft an den materiellen Dingen,
wie wichtig sind uns doch die modische Kleidung und vieles andere,
sodass wir uns und einander damit definieren.
In vielen Momenten des Lebens sind wir uns dieser Zusammenhänge
überhaupt nicht mehr bewusst.
Wie stark ist doch oft die Verknüpfung,
dass wir meinen das zu sein, was wir alles haben.
Unergründlich sind die Tiefen der menschlichen Seele
Wie unergründlich sind daher die Tiefen der menschlichen Seele.
Keiner kann in den anderen hineinschauen,
keiner aber kann sich auch selber völlig ergründen.
Jeder Mensch ist zusammengesetzt wie Wasser aus verschiedenen Teilen.
Jeder Mensch hat seine Seiten, die nur er selber kennt,
die anderen nur mitgeteilt werden können über die Sprache.
Genauso gibt es aber jenen zweiten Teil, der nur für die anderen
Menschen sichtbar ist.
Der Mensch kann sich selber nur in einem Spiegelbild betrachten,
das gilt im Besonderen für die Seele.
Daher hat jeder Mensch diese Urkraft des Eros, die ihn hinzieht
zum anderen Menschen.
Keine Kraft in der Seele ist größer, als jene, mit anderen
in Beziehung zu treten,
Gemeinschaft zu haben.
Die Menschenseele ist dabei wie das Wasser,
er ist vortrefflich dazu geeignet, Verbindungen mit anderen einzugehen.
Gute Verbundenheit ist Lebensqualität.
Keine Verbundenheit ohne Veränderung
Jede Verbundenheit mit einem anderen Menschen verändert einem
aber.
Häufig sind es gute Veränderungen, die einem edlen Getränk
gleichen,
doch jede wirkliche Verbundenheit mit einem Menschen bringt Veränderungen.
Es gibt keine liebevolle Verbundenheit, ohne verändert zu werden.
Oft ist die Veränderung zu groß und der Mensch verliert
sich.
Manch einer droht im anderen aufzugehen oder unterzugehen.
Dieses Problem ist der Kern aller Konflikte:
Man soll jemand sein, der man nicht ist oder etwas tun, was man
nicht kann oder nicht will.
Es ist recht verständlich, dass viele Beziehungen zerbrechen
und Menschen durch Beziehungen in ihrer Seele so tief verletzt werden,
wie es sonst kaum wo der Fall ist.
Die reinste Verbindung ist jene mit Gott
Die reinste Verbundenheit für den Menschen liegt in Gott.
Er ist die vollkommene Liebe, in der man aufgehen kann, ohne im
Geringsten unterzugehen.
Wir haben dies im Gottessymbol formuliert:
Gott ist eine Person in zugleich drei Personen.
Jede Person ist völlig frei ganz sich selbst und eigenständig
und zugleich so verbunden und Gemeinschaft, als wäre er nur
eine einzige Person.
Beide Urkräfte sind in sich versöhnt:
Die Kraft, welche nach Freiheit strebt und unabhängig ist
und die Kraft die Geborgenheit gibt und harmonische Verbundenheit
gibt.
Jede menschliche Beziehung will uns reifen lassen zur Verbundenheit
mit Gott,
sogar die Verletzungen lehren uns, zu erahnen, wie Gott nicht ist.
Gott lädt uns ein zur Beziehung und Gemeinschaft mit ihm.
Gott will uns Schritt für Schritt heilen in der Verbundenheit
untereinander.
Gott ist die reinste Verbindung, die es je gegeben hat und je geben
wird.
Im Gott sind Licht und Dunkel miteinander versöhnt.
Gott erleuchtet das Dunkel jeder menschlichen Seele.
Doch diese Begegnung ist erst im Wachsen, es hat alles erst begonnen.
Zur vollendeten Form gelangen wir erst bei unserer letzten Geburt,
dem Tod,
weil wir dann eingehen werden in seine Ewigkeit
und ihn sehen werden, wie er ist und sein werden, wie er ist.
4.
Bildwand: Das Element Feuer
Eigenschaft des Feuers
Sandl
2006, jetzt in Privatbesitz
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Das
Element Feuer
Eigenschaft des Feuers
Das Feuer hat eine doppelte
Bedeutung:
Das Feuer steht einerseits für Kraft und Wärme, es ist
Zeichen aller Energie.
Die Sonne ist im Innersten ein Feuerball unbändiger Kraft.
Andererseits hat das Feuer auch eine zerstörerische Macht in
sich.
Wenn das Feuer außer Kontrolle geraten ist,
stellt es eine Katastrophe dar: Es vernichtet alles.
Das Feuer soll daher nie außer Kontrolle geraten,
weil es sich sonst ins Zerstörerische verwandelt.
Die Glut der Leidenschaft
Ein Mensch, der sich mit Leidenschaft in das Ereignis der Liebe
stürzt,
eine Person, die sich mit Leidenschaft für etwas einsetzt leben
mit der Kraft des Feuers.
Der Mensch ist aber auch genauso in Gefahr,
ins Zerstörerische zu verkehren, wenn er kein Maß kennt.
Jede Leidenschaft braucht auch Mäßigung.
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Brennen,
ohne zu verbrennen
Wels 2008, in Privatbesitz
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Brennen,
ohne zu verbrennen
Gott hat sich im brennenden
Dornbusch dem Mose geoffenbart.
Gott allein braucht kein Maß,
er als der Schöpfer ist der Vollkommene,
der brennt, ohne zu verbrennen.
Es tut dem Menschen gut, wenn er Gott als diesen anerkennt.
Überall dort, wo der Mensch sich anmaßt,
wie Gott zu sein, wird er von einem Feuer erfasst,
dass verbrennt und zerstört.
Weil der Mensch vielfach verlernt hat, Maß zu halten,
gerät die Schöpfung in einen gefährlichen Brand,
unter deren Folgen auch Generationen nach uns noch zu tragen haben.
Mit dem Verbrennen des Reichtums der Schöpfung in unseren Motoren
ist ein Flächenbrand entstanden, der die Schöpfung gefährdet.
Es steht längst schon die Frage im Raum,
ob dieses Feuer nicht bereits zu groß
und außer Kontrolle geraten ist.
Das
Feuer der Liebe
Nur in der Liebe, in
der wir uns mit Gott verbinden,
ist es uns gegeben, das Feuer ohne Grenzen zu entzünden.
Denn die wahre Liebe kann nie zu viel sein.
Erst wer sich in der Liebe selbst überschreitet,
ist fähig, mit der volle Kraft des Feuers umzugehen.
Weil uns aber die Liebe in vielen Unternehmungen fehlt,
handelt der Mensch auf vielen Ebenen als Zerstörer.
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Feuer
des lebendigen Gottes
Gott
spricht aus dem Feuer
Wels 2007, in Privatbesitz
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Feuer
des lebendigen Gottes
Gott
spricht aus dem Feuer
Schon seit Urzeiten hatten
Menschen eine Ahnung davon,
dass hinter dem Feuer der Sonne eine persönliche Kraft steckt.
Sie nannten die Sonne selber göttlich.
Als sich Gott im Dornbusch offenbarte, bekam dieses Feuer einen
Namen,
Gott selbst sprach aus dem Feuer:
Ich bin der Ich bin da, so gab Gott selbst seinen Namen preis.
Er wollte sich dem Menschen zeigen,
er lädt uns ein, ihn als ein Gegenüber, als ein Du zu
begreifen.
Weil er aber in seiner Fülle der Kraft unser Menschliches weit
übersteigt,
können wir ihn nicht direkt sehen.
Er zeigt sich immer nur in Bildern, in leisen aber starken Ahnungen
der Seele,
er spricht zu uns in Menschen.
Gott
als heiliger Geist
Als Geist Gottes atmet
er in unserer Welt,
als Feuer und Kraft, das alles antreibt und täglich das Leben
spendet.
Dieser Geist hat sich in Feuerzungen gezeigt,
sich auf die versammelten Jünger niedergelassen und in ihnen
gewirkt.
Auch wir können es in uns aufnehmen, dieses Feuer des Gottesgeistes.
Ja wir brauchen es, dieses Feuer, um in seinem Geist unsere Zeichen
des Heils zu erfassen.
Nicht mit dem Verstand erschließen wir die Sakramente,
allein das Geist-Feuer Gottes kann sie uns eröffnen, diese
geschenkten Quellen des Heils.
Entzünde in uns dieses Feuer o Herr, atme in uns Heiliger Geist.
5.
Bildwand: Die Luft von der wir leben
Die
Welt des Unsichtbaren
Sandl 2006, jetzt
in Priavtbesitz
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Die
Luft von der wir leben
Die
Welt des Unsichtbaren
Die Luft ist das Element
des Unsichtbaren.
Wir können die Luft höchstens spüren im Wind, aber
nicht mit unseren Augen sehen.
Wir brauchen die Luft zum Leben, können sie aber nicht sehen.
Sie führt uns in die Welt des Unsichtbaren.
Alles Wesentliche ist unseren Augen verborgen.
Wir können alle unsere seelischen Kräfte nicht messen.
Es gibt keine Maßeinheit für die Liebe,
wir können auch unsere Emotionen im Körper kaum messen.
Die Hirnforschung kann zwar viele geistige Bereiche abbilden,
wenn sie im Gehirn aktiviert sind, sie kann aber die Inhalte niemals
messen oder feststellen.
Die Welt als Abbild Gottes
Die Welt des Geistes gehört zum Wesen des Menschen.
Der Geist ist unserem gegenwärtigen Leib zwar an die Erde gebunden,
der Geist aber stammt nicht von der Erde, sondern von Gott.
Jetzt schon leben wir in unserer Welt mit dem Unsichtbaren.
Und die Welt wäre arm ohne diese Welt des Seelischen und Geistigen.
Wir sind mit diesem Geist begabt, um den unendlichen Geist, Gott
selber zu erkennen.
Immer tiefer ist der Mensch in seiner Entwicklung in die Welt des
Geistigen vorgedrungen.
Gott ist unserem Geist entgegen gekommen, wo Menschen danach suchten,
ihn zu erkennen.
Die gesamte Schöpfung ist uns ein Abbild Gottes,
eine Einladung, seinen liebenden Geist hinter allem zu erkennen.
Die
Weitung des Geistes
Wie wir die uns unsichtbare
Luft brauchen, um zu leben,
so verkümmert der Mensch in seiner Entwicklung,
wenn er die geistige Welt Gottes außer Acht lässt.
Der Mensch kann so leben, als gäbe es keinen Gott,
ob es ihm auf Dauer gut tut, das muss sich erst in der Geschichte
weisen.
In jenen Kulturen, wo sich diese Verengung des Geistes breit macht,
atmet die Gesellschaft den Hauch des Todes.
Wir Menschen haben es so weit gebracht,
dass die Luft die wir atmen vom Gift unserer Abgase getränkt
ist.
Doch nicht allein die chemischen Schadstoffe schädigen die
Luft,
auch irrige Einstellungen und gesellschaftliche Werte erschweren
das Leben.
Der Mensch, der sich über die gewonnene Freiheit freut,
die entstanden ist, weil er sich der Verantwortung vor Gott entzieht,
zahlt einen hohen Preis: Die Verengung des Geistes.
Je weiter sich unsere Kultur von den von den Vätern vererbten
Glauben entfernt,
umso unbewältigbarer werden die von ihr kreierten Probleme.
Wir vergiften die Luft, von der wir leben.
Wie alles Geistige dem menschlichen Auge verborgen ist,
so sind die Geistlosen blind für diese Zusammenhänge.
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