Kunstseiten von Pfarrer Franz Trinkfaß


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Was ist Kunst?
Meine grundsätzlichen Gedanken:

 

Etwas ausdrücken können - Wege der abstrakten Kunst:

Kunst war immer die Fähigkeit etwas ausdrücken zu können, was nicht allen gelingt. So lag die künstlerische Fähigkeit sehr lange darin, etwas auf einer Leinwand oder in Stein abbilden zu können, das möglichst echt aussieht. In der Zeit der Fotografie und Wiedergabe ganzer Ereignisse in Filmen, lässt sich viel schneller und genauer etwas abbilden, wenn man es fotografiert oder filmt, als es zu malen oder in einer Skulptur zu formen. Wird sind gerade überflutet von Bildern und Filmszenen. Etwas abzubilden kann heute mittels Technik im Prinzip jeder. Anders verhält es sich da schon, wenn man Stimmungen, Gedanken oder Themen in ein Foto einfangen will. Dann handelt es sich bereits um künstlerische Fotografie. Die intensivsten Gefühle und Seelenzustände wie Liebe, Trauer, Tod oder Auferstehung sind aber überhaupt nicht in ein direktes Bild zu bringen. Daher hat sich die moderne Kunst davon gelöst, Dinge real abzubilden, sondern versucht in Farben und Formen das auszudrücken, was sich nicht in Worte fassen lässt und auch nicht unmittelbar fotografieren. Die abstrakte Kunst ist somit auch offen, dass unterschiedliche Betrachter Unterschideliches bzw. Ähnliches, aber doch Abweichendes aus einem Werk herauslesen. Die moderne Kunst rechnet voll mit dem subjektiven Element. Der Betrachter hat die Möglichkeit, in einem Werk das zu sehen, was er/sie gerade sehen möchte. Damit kommt sie unserer pluralen und nicht mehr einheitlichen Welt entgegen. Der Mensch schafft sich seine eigene Deutung, wie er sich im Leben auch einmal zunächst alles nach seiner eigenen Vorstellung deutet. Es fehlt irgendwo an den "objektiven Kriterien".

Kunst ist das, was jemanden anspricht:

Ich kann einerseits aus meiner Erfahrung reden, dass ich in Bildern oder Formen sehr viel ausdrücken kann, was mir eher intuitiv und nichtsprachlich zugänglich ist. Das wäre die eine Seite, warum ich bei meinen Objekten von Kunst rede. Doch andererseits geht es auch um die Rezipienten. Es ist vielleicht etwas hart formuliert, wenn man sagt, Kunst ist das, was einen Markt findet. Doch es spiegelt durchaus etwas von unserer Gesellschaft wider. Ich würde vorschlagen, dass man sagt, Kunst ist das, was anspricht. Ich habe immer wieder Menschen gefunden, die sich von meinen Bildern angesprochen fühlten, sie hatten sich gefreut, wenn ich ihnen etwas zum Geschenk gemacht hatte. Dies ist zwar etwas anders, als wenn jemand seine Bidler verkauft, doch irgendwie kann ich doch sagen, dass ich einen "Absatz" gefunden habe, wenn ich von den meisten Werken nur mehr Fotos besitze, die ich hier einmal ordnen und vielleicht auch präsentieren kann. Denn immer wieder werde ich gefragt, ob man meine Bilder auch irgendwo sehen kann. Nun, ich habe die meisten gar nicht mehr. Es sind nur mehr wenige, die ich mir z.B. für das Besprechungszimmer oder bestimmte Plätze im Pfarrhof Gmunden Ort zurückbehalten habe. Natürlich gibt es auch noch ein paar "Ladenhüter", die eingelagert sind. So könnte ich sagen, dass auch meine Werke ansprechen, was mich persönlich sehr freut. Manchmal konnten Betrachter/innen sogar die darinliegenden Gedanken und Seelenzustände spüren und herauslesen. Das ist dann der Höhepunkt von "Ansprechen" der Bilder. Jedenfalls wage ich mich irgendwie in die Reihe der modernen Künstler einzureihen, ohne mich dabei als "besonders" zu fühlen, weil ja jede Gabe von Gott selbst kommt. Mit manchen Bildern konnte auch schon ein spiritueller Wert vermittelt werden. Es macht mir einfach Freude und tut der Seele gut, künstlerisch tätig zu sein.

 

Geschichtsforschung:
Trinkfaß - Steinbruck - Peuerbach

Pfarrer Dipl.Soz.Päd. Mag. Franz Trinkfaß, röm.kath. Pfarrer in Gmunden Ort, A-4810 Gmunden,
Miller von Aichholz-Str. 25, Tel.: 07612/64271, E-Mail: franz.trinkfass@dioezese-linz.at